Keine Angst vor dem weißen Blatt

Zwei Paprikaschoten auf weißem Untergrund, um zu symbolisieren, wie gute Texte die richtige Würze bekommen

Mit dem Schreiben beginnen

Sie müssen einen Pressetext schreiben und wissen nicht, wie Sie am besten anfangen sollen? Dann geht es Ihnen wie vielen – auch professionellen Schreibern. Hier meine ganz persönlichen Tipps, wie ich eine solche Schreibblockade überwinde:

 

1. Sammeln und warten

Zunächst sammle ich so viele Informationen wie möglich zu dem Produkt bzw. dem Projekt. Hierzu informiere ich mich aus dem Internet, befrage Beteiligte, bekomme Informationen von meinen Auftraggebern und unternehme vieles mehr. Diese Informationen schreibe ich mir stichwortartig auf. Und dann – passiert erst einmal gar nichts. Wenn es mir die Zeit erlaubt, schreibe ich den Text nicht sofort, sondern lasse die Informationen erst einmal sacken. Beim Autofahren, Spazierengehen, Büroaufräumen oder bei ähnlichen Tätigkeiten sortiere ich im Unterbewusstsein die Informationen. Dabei bewerte ich, was wichtig ist und was nicht. Manchmal formuliere ich im Geiste auch schon die ersten Zeilen des Textes.

 

2. Einem Freund schreiben

Eine weitere Praktik, die vielen professionellen Textern hilft, ist, wenn sie sich vorstellen, sie würden die Informationen für einen Freund aufschreiben. Das hat den Vorteil, dass man sich nicht verkrampft und ganz automatisch das Wichtige vom Unwichtigen trennt.

 


3. Einfach loslegen

Je mehr man darauf bedacht ist, dass der Text von Anfang an sitzt, desto verkrampfter ist man. Bei mir führt das häufig dazu, dass ich einen Satz schreibe, ihn durchlese und dann wieder lösche. Besser ist es jedoch, ein grobes Gerüst vom Ablauf des Textes im Kopf zu haben und dann einfach loszuschreiben – ohne auf Rechtschreibung, Kommas und eine geschliffene Formulierung zu achten. Sind die ersten zwei bis drei Abschnitte geschrieben, ist die Blockade gebrochen und der Rest der Textarbeit fällt viel leichter.

 

4. Laut lesen und korrigieren

Ein wichtiger Teil des Schreibens ist das Lesen. Lesen Sie Ihren Text mehrfach durch und korrigieren Sie ihn. Hierbei können Sie Wortdopplungen sowie Rechtschreibfehler ausmerzen, die Satzstellung gegebenenfalls noch einmal ändern und unschöne Formulierungen ändern. Ich selbst lese meine Texte sogar laut vor mich hin. Das hat den Vorteil, dass ich die Sprachmelodie überprüfen kann. Sollte sie nicht stimmen, kommt es zuweilen sogar vor, dass ich mehrere Sätze einfach noch einmal komplett anders formuliere und mit der ersten Version vergleiche.

5.   Liegen lassen

Geben Sie den Text nicht sofort weiter. Meiner Erfahrung nach ist es besser, eine Nacht darüber zu schlafen. Liest man den Text am nächsten oder am übernächsten Tag noch einmal durch, hat man eine größere Distanz dazu und ist vielleicht auch wieder etwas konzentrierter. Dann fallen vielleicht kleine Ungereimtheiten auf, die man überarbeiten kann – oder man stellt fest, dass der Text perfekt ist.

 

 

 

Wichtig:

Nicht verzweifeln, wenn das Texten nicht so leicht fällt wie erwartet, denn Schreiben ist Arbeit, und schon Wolf Schneider* sagte: „Einer muss sich quälen, der Schreiber oder der Leser.“

 

(*deutscher Journalist und Sprachkritiker)

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